Speech-dispatcher in Debian Stable

Debian Squeeze wurde vor kurzem als stable Version freigegeben.
Unglücklicherweise enthält die Distribution die Version
0.7 des speech-dispatchers, welche durch zahlreiche Probleme aufgefallen
ist.
Es gibt einiges zu beachten, wenn die Sprachausgabe auf der Konsole und in
GNOME funktionieren soll.

1. Audiosystem

Falls kein Pulseaudio auf dem System verwendet werden soll,
empfielt es sich, die Ausgabemethode in der Datei
/etc/speech-dispatcher/speechd.conf auf alsa umzustellen.
Die entsprechende Zeile sollte nach der Umstellung wiefolgt aussehen:
AudioOutputMethod “alsa”

2. Init-Skript

Unter Debian Squeeze sollte der speech-dispatcher nicht mehr
über das initskript gestartet werden.
Die Kommunikation der speech-dispatcher-Komponenten erfolgt in der
vorliegenden Version vorrangig über unix-sockets.
Wird der Sprach-Server über das Init-Skript gestartet, besteht kein
benutzerübergreifender zugriff auf die Sockets.
Daher muß für jeden Benutzer auf dem System eine eigene Instanz des
Speech-dispatchers gestartet werden.

3. Autospawning

Eigentlich sollte der speech-dispatcher den automatischen Start (autospawn)
unterstützen, jedoch funktioniert das bei der 0.7er Version noch nicht
zuverlässig und gleichzeitig für mehrere Benutzer.
Die Datei speechd.conf enthält die Zeile:
# AutoSpawn
sollte in
AutoSpawn
geändert werden.

4. speech-dispatcher Start für Benutzer

Wie bereits erwähnt muss der Speech-dispatcher für jeden Benutzer getrennt
gestartet werden.
Die folgenden Zeilen können durch Einfügen in die Datei ~/.profile
dafür sorgen:

if ! ps ux |grep -i speech |grep -i ‘?’ >/dev/null 2>&1
then
speech-dispatcher
fi

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